Wer zahlt wenn der Schlüssel verloren geht?

Redaktion (SL)

Den Haustürschlüssel und Wohnungsschlüssel zu verlieren ist nicht nur für den Betroffenen selbst ärgerlich, denn auch der Vermieter wird über den Verlust bestimmt keine Freudentränen vergießen.

Schlüssel, Handy, Geldbörse und vieles mehr, sind Dinge des täglichen Gebrauchs. Aus diesem Grund tragen wir diese elementaren Dinge auch tagtäglich überall mit hin. Sei es zur Arbeit, zu Freunden, ins Schwimmbad, ins Café oder in die Discothek. Wenn man mal das Handy zu Hause liegen gelassen hat, gibt es immer noch Möglichkeiten um mit anderen  zu kommunizieren. Hat man jedoch den Schlüssel oder die Geldbörse zu Hause liegen gelassen wird es schon schwieriger. Doch was ist, wenn man den Schlüsselbund verloren hat oder dieser entwendet wurde? Wer kommt dann für den Schaden auf? Die Versicherung oder wir selbst?

Erweiterung der Haftpflicht kann das Problem lösen

Ist der Schlüssel weg, neigen Vermieter und Eigentümer schnell dazu, die gesamten Schlösser des Hauses auszutauschen. Das ist auch vom Grundsatz durchaus logisch nachvollziehbar, schließlich dient es ja der Sicherheit aller Hausbewohner inklusive demjenigen, der die Schlüssel verbaselt hat. Wenn es jedoch dazu kommt, dass alle Schlösser ausgetauscht werden, kann der Verlust schnell mehrere hundert Euro betragen. Befindet sich unter dem verlorenen Schlüsselbund ein sogenannter Generalschlüssel, dann wird es richtig teuer. In solchen Momenten denken sich viele: Wofür hab ich denn eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen? Dieser Gedanke ist jedoch leider ein weit verbreiteter Irrglaube. Torsten Rudnik, seines Zeichens Mitglied des Vorstandes und Sprecher beim Bund der Versicherten teilte zwar mit, dass der Verlust eines Schlüssels zwar in den Bereich der Haftpflichtversicherung fällt, jedoch sagt er im selben Atemzug auch: „Alle geliehenen, gemieteten und gepachteten Sachen sind in der normalen Police vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.“. Wer also in einem Mietshaus oder einer Mietswohnung wohnt, kann den Verlust eines Schlüssels nicht bei der Haftpflichtversicherung geltend machen. Es sei denn, man hat eine sogenannte Erweiterung der Haftpflichtversicherung abgeschlossen.

Lohnt sich die Erweiterung der Haftpflichtversicherung?

Die Erweiterung der Haftpflichtversicherung kostet in der Regel zwischen 5 € und 20 € im Jahr. Ein kleiner aber dennoch sehr hilfreicher Beitrag, den viele Bürger bereit sein sollten zu zahlen. Denn wenn man ehrlich ist, hat doch jeder von uns schon einmal seinen Schlüssel verloren, oder? Teuer kann es im Übrigen auch werden, wenn sich an dem abhanden gekommenen Schlüsselbund sogar Schlüssel von der Arbeit befinden. In solchen Fällen greift ebenfalls die Haftpflichtversicherung – jedoch nur, wenn ein entsprechender Zusatz in der Police enthalten ist oder wenn die Firma eine Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen hat.

Man darf jedoch nicht erwarten, dass ein Versicherungsmakler diese Erweiterung von ganz alleine anspricht, denn wie so oft in der Versicherungsbranche, werden meist nur Versicherungen angesprochen, die hohe Provisionen für den Makler bringen. Da sich die Provision für den Abschluss einer Haftpflichtversicherung in der Regel unter 10 € bewegt, ist dies kein allzu lukratives Geschäft. Am besten Sie sprechen ihren Makler oder eine zuständiges Versicherungsunternehmen direkt auf die Erweiterung der Haftpflichtversicherung an.

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