Welche Versicherungen braucht man als Familie?

von Georg Hartmann+

Die Menschen hierzulande sichern mittels Versicherungen gegen (fast) alle Eventualitäten ab. Aufgrund der Fülle an verschiedenen Angeboten im Versicherungsbereich ist es für die Bürger jedoch häufig nicht einfach herauszufinden, welche Verträge überhaupt wichtig sind und welche Versicherungen nur in Einzelfällen genutzt werden sollten.

Entscheidend dafür sollte in erster Linie die persönliche Situation des Betroffenen sein. So sind für beispielsweise für Familien ganz andere Versicherungen wichtig als für Alleinstehende oder Senioren.

Ein Muss für jede Familie: die Lebensversicherung

Angesichts des vermeintlich geringen Risikos unterschätzen gerade junge Familien oft die Gefahr des plötzlichen Todes eines Hauptverdieners. Doch Fakt ist: Verstirbt einer der Verdiener, können die finanziellen Folgen für dessen Angehörige drastisch sein. Denn gerade junge Familien mit Kindern haben häufig relativ große finanzielle Belastungen zu stemmen. Erst recht, wenn zum Beispiel ein Eigenheim finanziert wurde und die dafür nötigen Kreditraten gezahlt werden müssen. Darin liegt auch der Grund, weshalb Banken und Sparkassen von sich aus häufig auf den Abschluss eines entsprechenden Versicherungsvertrages achten – sicher nicht nur im Eigeninteresse.

Um eine entsprechende Absicherung zu erreichen, können sowohl Risikolebensversicherung als auch Kapitallebensversicherung genutzt werden. Während die Risikolebensversicherung ihre vereinbarte Versicherungssumme lediglich im Fall der Fälle auszahlt, wird im Rahmen der Kapitallebensversicherung gleichzeitig Kapital angespart. Im Gegenzug sind die für solche Verträge zu zahlende Prämien höher. Während die Kapitallebensversicherung als Sparmodell durchaus einen festgelegten Betrag jenseits der 50 € pro Monat einnehmen kann, hat die Risikolebensversicherung in der Regel einen Beitrag von ca. 5 Euro pro Monat. Welche Vertragsvariante die geeignete ist, hängt demnach auch vom gewünschten finanziellen Aufwand ab. Doch egal wie – die Todesfallabsicherung sollte in jedem Fall nicht vernachlässigt werden.

Ebenfalls unverzichtbar: eine Haftpflichtversicherung

Auch die möglichen Folgen der gesetzlichen Haftpflicht sollten nicht ignoriert werden. Wie für alle anderen Menschen gilt dies auch für Familien. Wer einem anderen einen Schaden zufügt, muss diesen vollumfänglich ersetzen. Dazu wird nicht nur das Vermögen des Schadenverursachers, sondern auch das Einkommen herangezogen. Hält man sich vor Augen, dass diese Schadenersatzregelungen auch für Personenschäden und dessen Folgeschäden gelten, wird das mögliche finanzielle Ausmaß für den Schadenverursacher klar. Dieser kann gegebenenfalls ein Leben lang zu Ausgleichszahlungen verpflichtet werden.

Eine besondere Stellung nehmen bei Familien die deliktunfähigen Kinder ein. Während als Kinderlose Familie oder Single keine Rücksicht auf die Mitversicherung von Kindern genommen werden musste, sollten junge Familien mit Kinderwunsch oder kleinen Kindern unbedingt ihre vorhandene Versicherung überprüfen und anpassen, oder auf Basis eines Online-Vergleichs eine neu Versicherung abschließen.

Aus diesem Grunde sollten auch Familien einen entsprechenden Schutz in Form einer privaten Haftpflichtversicherung besitzen. Diese übernimmt die Zahlung aller berechtigten Forderungen an ihren Versicherten, die aus dem Regelungen der gesetzlichen Haftpflicht resultieren. Im Gegenzug für diesen Schutz zahlt der Versicherungsnehmer einen regelmäßigen Risikobeitrag. Bereits im Rahmen des Vertragsabschlusses wird eine Versicherungssumme festgelegt, welche der höchsten je Schadensfall vom Versicherer gezahlten Summe entspricht. Grundsätzlich sollte diese möglichst hoch festgelegt werden. Speziell für Familien existieren Tarife, die alle Familienmitglieder gegen Haftpflichtschäden absichern. Verglichen mit den sogenannten Single-Tarifen sind diese Familien-Tarife oftmals nur unwesentlich teurer.

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