Welche Versicherungen braucht man als Beamter/Lehrer?

von Georg Hartmann+

Erfolgreiche Studenten halten Daumen hoch

Im Gegensatz zu den Arbeitnehmern in der freien Wirtschaft oder den Selbstständigen bzw. Freiberuflern haben Beamte ganz andere berufsspezifische Risiken abzusichern. So können sie z.B. durchaus im Rahmen ihres Dienstverhältnisses für bestimmte Ereignisse finanziell „zur Kasse“ gebeten werden. Außerdem gibt es spezielle Umstände (u.a. Pensionsregelung und Dienstunfähigkeit), die nur für Beamte gelten.

Krankenversicherung: Pflicht!

Der Dienstherr eines Beamten übernimmt einen Teil der Krankheitskosten, d.h. das Land oder der Bund zahlt eine so genannte Beihilfe. Die Höhe liegt bei ca. 50-80% und ist abhängig vom Dienstherrn bzw. dem Familienstand. Die Beihilfetarife werden von speziellen Versicherungsgesellschaften wie der DKV.de betreut.

Der Rest muss über eine private Krankenversicherung abgesichert werden. Dazu gibt es bei fast allen Versicherern spezielle Tarife für Beamte. Einen Vergleich kann man auf Portalen wie finanzen.de, tarifcheck24.de oder geld.de durchführen. Dr. Klein bietet Top Konditionen nach einer persönlichen Beratung (kein Online-Vergleich).

Für bestehende private Krankenversicherungen -gerade wenn sie schon über 10 Jahre laufen- bietet die Webseite widge.de einen besonders interessanten Service an: Sie verspricht den Wechsel in einen günstigeren Tarif (bis zu 40%) innerhalb einer Gesellschaft ohne Abstriche in den Konditionen zu machen. Das können schonmal 200-300 Euro pro Monat ausmachen. Daher empfehlen wir sparwilligen PKV-Besitzern, sich hier einfach mal unverbindlich beraten zu lassen.

Berufsunfähigkeitsversicherung: notwendig!

Das Beamtenrecht kennt nur den Begriff der „Dienstunfähigkeit“. Deshalb ist beim Abschluss darauf zu achten, dass die Versicherung auch im Falle der Dienstunfähigkeit zahlt. Kann ein Beamter die besonderen Anforderungen seines Berufes nicht mehr erfüllen so gilt er zwar als dienstunfähig, aber er ist noch lange nicht berufsunfähig. Eine zusätzliche Berufsunfähigkeitsversicherung kostet in der Regel nicht viel Geld (rund 10-30 Euro pro Monat). Der Monatliche Beitrag kann direkt über Online-Vergleiche berechnet werden.

Private Haftpflicht: notwendig!

Schäden lassen sich durch einen relativ geringen Versicherungsbeitrag in nahezu unbegrenzter Höhe absichern. Dazu zählen Personen- sowie Sachschäden. Für Beamte, die in Berufen mit Aufsichtspflicht arbeiten, gibt es zusätzlich die Amtshaftpflichtversicherung (z.B. für Lehrer). Im Falle eines Schadens sind die Aufsichtspflichtverletzungen abgedeckt. Doch auch nicht-Beamte sollten eine Haftpflichtversicherung haben. Ist es doch eine der drei wichtigsten Versicherungen, die man haben sollte. Es empfiehlt sich bei Eintritt in den Beruf, oder bei anderen Änderungen im Leben (wie Familiengründung, Scheidung, etc.) seine Haftpflichtpolice zu überprüfen und anzupassen.

Wenn Sie noch keine Haftpflichtversicherung haben, sollten Sie diese versicherungstechnische Unterversorgung schnellstens beheben! Machen Sie doch einfach hier auf unserer Seite einen schnellen Vergleich.

Private Unfallversicherung: empfehlenswert!

Hohe Kosten werden durch bleibende Schäden nach einem Unfall verursacht. Dazu gehört u.a. der behindertengerechte Umbau der Wohnung und/oder des Autos. Geschieht ein Unfall im Arbeitsalltag, so ist dieser durch die gesetzliche Versicherung abgedeckt. Da aber die meisten Unfälle in der Freizeit passieren ist eine private Unfallversicherung empfehlenswert.

Verkehrsrechtsschutz: empfehlenswert!

Bei schweren Unfällen, bei denen der Entzug der Fahrerlaubnis droht, ist die Einschaltung eines Anwaltes empfohlen. Für viele Beamte (z.B. bei der Polizei) ist der Führerschein für die berufliche und finanzielle Existenz enorm wichtig. Er ist meist eine Zusatzkomponente des allgemeinen Rechtsschutz.

Allgemeiner Rechtsschutz: privat weniger wichtig, im Beruf u.U. sinnvoll!

In vielen Fällen werden hier die Kosten für Anwälte und Gerichte übernommen, ggf. zahlt die Versicherung im Einzelfall sogar die Strafkaution. Sein Recht zu bekommen hängt meist von der besseren Wahl des Anwalts ab. Allerdings sollte hier überlegt werden, sich nur gegen die wirklich existenzbedrohlichen Dinge abzusichern.

Als Lehrer wiederum sollte man sich eher überlegen die rund 120-200 Euro pro Jahr zu investieren. So ist man doch als Schutzbefohlener manchmal dem ein oder anderen Unmut der Elternteile ausgeliefert und hegt so ein höheres Risiko in einen Rechtsstreit zu geraten. Hier gehts zur Online-Rechner.

Lebensversicherung: bedingt notwendig!

Ein Abschluss empfiehlt sich in diesem Fall nur, wenn der Beamte Hauptverdiener in seiner Familie ist. Es gibt Versicherungsgesellschaften, die diesen Schutz für relativ wenig Geld anbieten. Der Beitrag ist abhängig von dem im Todesfall auszuzahlenden Kapitals und der entsprechenden Risikogruppe (wie z.B. Nichtraucher, Motorradfahrer, etc.).

Hier gilt es zwischen einer Risikolebensversicherung (RLV) und einer Kapitallebensversicherung (KLV) zu unterscheiden. Während die RLV mit sehr günstigen Beiträgen lockt, kann die Kapitallebensversicherung zusätzlich als Kapitalanlage sinnvoll verwendet werden (Monatsbeitrag oder Einmalanlage mit Auszahlung zu einem bestimmten Lebensjahr). Die Risikolebensversicherung zahlt hingegen nur Geld aus, wenn es tatsächlich zum Todesfall kommt.

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