Vorsicht bei der Haftpflichtversicherung für Vermögensschäden

Redaktion (SL)

Es ist ja nicht neu, dass dazu geraten wird, die Vertragsdetails weit vor dem Abschluß einer Versicherung genauestens zu studieren. Insbesondere das Kleingesruckte sollte näher unter die Lupe genommen werden, um eventuellen Nachteilen im Schadensfall vorbeugen zu können. Auch bei einer Haftpflicht für Vermögensschaden, sollten einige Dinge beachtet werden, damit keine bösen Überraschungen entstehen und potenzielle Fallstricke bereits im Vorhinein vermieden werden.

Für Unternehmer ist der Abschluß einer Vermögensschaden Haftpflicht weitaus mehr als nur obligatorisch. Sie schützt den Unternehmer im Falle einer Schadensersatzforderung Dritter, solange es sich nicht um einen Personenschaden oder Sachschaden handelt. Vielmehr ist diese Versicherung eine Art Berufshaftpflichversicherung, da sie sich eher an den Dienstleistungssektor wendet.

Der richtige Anbieter und ein versierter Vermittler sind extrem wichtig

Die Vermögensschaden Haftpflichtversicherung – kurz VSH genannt – wird von einigen Versicherungsunternehmen lediglich mit nur einem Tarif angeboten. Um hieraus keinen Nachteil entstehen zu lassen, sollte man sich einen Teilnehmer am Versicherungsmarkt suchen, der in Bezug auf die VSH verschiedene Tarife anbietet. Denn nur dann hat man Vergleichsmöglichkeiten innerhalb des Tarifdschungels und kann sicher gehen, dass einer der angebotenen Tarife auch auf das zutrifft, was man als Anforderung an eine VSH gestellt hat.

Oftmals ist es jedoch so, dass Unternehmer gar nicht so genau wissen, welche Anforderungen eine Vermögensschaden Haftpflicht erfüllen sollte. Hier kommt ein versierter und unabhängig agierender Versicherungsvermittler ins Spiel. Einen solchen Vermittler zu finden, ist jedoch gerade im Bereich VSH gar nicht so einfach. Die Vermittler sind oftmals mit den einzelnen Details und zu berücksichtigen Dingen überfordert – was wiederrum häufig zu Fehlern führt, die zu lasten des Versicherungsnehmers gehen.

Vorsicht Fallstricke!

Der Versicherungsvermittler sollte besonders einen nicht Versicherungstechnisch versierten Laien stets über die Vor- und Nachteile einer bestimmten Versicherung bzw. eines speziellen Tarifs gründlich aufklären. Problematisch wird es nur, wenn weder der Versicherungsnehmer, noch der Versicherungsvermittler eigentlich wissen worüber sie da gerade sprechen! Bekanntlich schützt Unwissen ja vor Strafe nicht… Aus diesem Grund sollten Versicherungsnehmer immer selbst prüfen, wo die jeweiligen Unterschiede innerhalb der angebotenen Tarife liegen und ob der Versicherungsmakler auch auf diese hingewiesen hat.

Oftmals ist es sogar so, dass man sich als Interesierter fragt, was denn seltsam klingende Begriffe eigentlich bedeuten. Im Falle einer Vermögensschaden Haftpflichversicherung kommt es beispielsweise schon mal vor, dass der Begriff „Rückwärtsversicherung“ oder „Nachhaftungsbegrenzung“ fällt. All solche Dinge sollte der Vermittler eigentlich von selbst, oder auf Nachfrage des potenziellen Versicherungsnehmers, erklären können. Letztlich darf man nicht vergessen, dass der Versicherungsvermittler für eventuelle Fehler genauso haftbar gemacht werden kann wie die unterzeichnende Person. Allerdings ist ja keinem damit geholfen, wenn der eigene Versicherungsmakler sich mit dem Versicherungsunternehmen vor Gericht rum streiten muss, oder?! Aus diesem Grund, ist es enorm wichtig, Vermögensschäden jeglicher Art korrekt abzusichern. Für Angehörige von rechtsberatenden oder wirtschaftsberatendenen Berufsgruppen, ist eine solche Haftpflichtversicherung sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Schadensersatzansprüche von Kunden können ganz schnell ein extenziell bedrohliches Ausmaß annehmen – zumal ein schlechter Rat bekanntlich ein Vermögen kosten kann…

 

 

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