Vermögensschadenhaftpflichtversicherung

von Georg Hartmann+

Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung zählt zu den Berufshaftpflichtversicherungen, sie schützt explizit vor echten Vermögensschäden und wird durch Angehörige freier Berufe abgeschlossen, die diesen Schaden verursachen können. Für bestimmte Berufe ist sie als Pflichtversicherung gesetzgeberisch vorgesehen, vor allem für Finanzmakler, Steuerberater, Rechtsanwälte, Notare, Architekten und Ärzte. Sie wird bei diesen Berufen in die Berufshaftpflicht integriert, wobei sie für Finanzmakler, Steuerberater und Notare den absoluten Schwerpunkt der Berufshaftpflicht bildet.

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Gewichtung der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung

Die Angehörigen jener Berufe nehmen fremde Vermögensinteressen wahr, wobei zu differenzieren ist. Beim Finanzmakler ist das Wahrnehmen von Vermögensinteressen der alleinige Inhalt seiner Mandantenbeziehung, bei den anderen genannten Berufen spielt Vermögen eine mehr oder minder große Rolle. Bei Ärzten beispielsweise entsteht Vermögensschaden durch unkorrekte Beratung hinsichtlich der Übernahme von Behandlungskosten durch Krankenkassen, Ärzte können aber auch von ganz anderen Schäden betroffen sein. Ähnlich verhält es sich bei Architekten. Steuerberater, Rechtsanwälte und Notare können wiederum mehr in Vermögensschäden involviert werden, durch eine Fehlprüfung, Falschberatung oder Falschbeurkundung kann der Schaden allerdings selten die irreversiblen Folgen wie beim Finanzmakler annehmen. Er kann – in Grenzen – möglicherweise korrigiert werden. Entsprechend dieser Tatsachen wird die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung in den Berufen hinsichtlich der Deckungssummen unterschiedlich gewichtet, bei Ärzten werden Personen- und Sachschäden beispielsweise mit höheren Deckungssummen als die Vermögensschäden versehen.

Echter Vermögensschaden und Schutz durch die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung

Der echte Vermögensschaden kommt ohne Beteiligung eines Personen- oder Sachschadens zustande. Die geschädigte Partei erleidet einen finanziellen Schaden durch die Handlung des Schädigers, indem der Finanzmakler hinsichtlich einer Anlageentscheidung wichtige Informationen schuldhaft vorenthält, das heißt fahrlässig, aber nicht vorsätzlich handelt. Gegen Vorsatz schützt die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung nicht. Es heißt nicht, dass er sich hinsichtlich der Finanzmärkte geirrt hat, das liegt in der spekulativen Natur von Anlageentscheidungen. Ähnlich verhält es sich in den anderen genannten Berufen. Die Problemstellungen sind häufig sehr umfangreich und komplex, sodass Fahrlässigkeit auftreten kann, einfach weil in bestimmten Situationen nicht alle nötigen Informationen eingeholt werden, weil die Betreffenden überfordert sind. Ein typischer Fall sind Fehlbuchungen eines Steuerberaters oder unzureichende Mandantenberatung durch Steuerberater, Rechtsanwälte und Notare. Auch Ärzte müssen oft unter Zeitdruck zu einer teuren Behandlung raten und versäumen es, den Patienten nachdrücklich darüber aufzuklären, dass die Behandlungskosten nach menschlichem Ermessen nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. Das Dilemma heißt hierbei, entweder dem Patienten die Möglichkeit dieser Behandlung ganz zu verschweigen, wodurch Personenschaden entstehen kann, oder die wahrscheinlichen Kosten eher am Rande zu erwähnen, sodass der Patient, für den es um seine Gesundheit und manchmal sein Leben geht, zustimmt, ohne sich der Kosten deutlich bewusst zu sein. Solche Fälle landen bisweilen vor Gericht. Hier wird der Arzt durch die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung geschützt.

Regulierung durch die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung

Die entsprechenden Fälle sind den Versicherern bekannt, weshalb die Regulierung unproblematisch erfolgt, auch wenn dem Laien die Materie sehr kompliziert erscheinen mag. In Berufshaftpflichtversicherungen wird für die entsprechenden Berufe der Vermögensschaden seit Langem eingeschlossen (während er bei Privathaftpflichtversicherungen unter Experten umstritten ist). Die Besonderheit liegt darin, dass es genügt, dem Versicherungsnehmer eine entsprechende Fahrlässigkeit zu unterstellen und ihn zivilrechtlich in Haftung zu nehmen. Die Gerichte stehen hier auf der Seite der Geschädigten und dringen selten allzu tief in die Fälle ein, sehr oft unterliegt der Angehörige des entsprechenden freien Berufes. Ohne Vermögensschadenhaftpflichtversicherung wäre er ruiniert.

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