Private Unfallversicherung für Radfahrer besonders wichtig

Redaktion (SL)

Viele Deutsche besitzen nur eine unzureichende private Haftpflicht Versicherung. Eine  private Unfallversicherung ist bei den meisten erst gar nicht vorhanden. Aufgrund der hohen Unfallrate zwischen Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern hier in Deutschland, sollte man sich jedoch im eigenen Interesse bestmöglichst absichern.

 Dank steigender Sprit Preise und ein höheres Umweltbewusstsein der Bürger, steigen immer mehr Leute auf den Drahtesel um. Vom Grundsatz her eine super Sache und sehr vorbildlich. All das hilft allerdings nichts, wenn sich nur wenige an die Straßenverkehrsregeln bzw. die StVo (Straßenverkehrs Ordnung) halten. Jedes Jahr werden Radfahrer und Fußgänger von Autofahrern übersehen und umgefahren. Auf der anderen Seite verursachen Radfahrer durch Unachtsamkeit ebenso häufig Blech- und Personenschäden bei den Autofahrern. Bei den von Autofahrern verursachten Unfällen ist besonders erschreckend, dass es in den meisten Fällen Kinder und Jugendliche von ihren Rädern fliegen und dabei oftmals schwer verletzt werden. Um im Straßenverkehr bestmöglichst geschützt zu sein, sollte ein Fahrradhelm getragen werden. Dieser verhindert zumindest folgenschwere Kopfverletzungen.

Wie kann man sich als Fahrradfahrer absichern?

Neben dem tragen eines Helmes, einer ausreichenden Beleuchtung und das Anbringen von Reflektoren, sollte man sich auch vor eventuellen Folgeschäden im finanziellen Bereich bzw. gegen Schadensersatzforderungen Dritter schützen. Wer keine private Unfallversicherung besitzt und durch einen Fahrradunfall Berufsunfähig geworden ist, hat keinen Anspruch auf einen finanziellen Ausgleich. Allein dieses Beispiel sollte Grund genug sein, sich Gedanken über den Abschluss einer solchen Versicherung zu machen. Die private Haftpflichtversicherung dagegen schützt den Versicherungsnehmer im Falle von Ansprüchen Dritter. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Radfahrer den Unfall mit verschuldet hat oder gar die komplette Schuld an dem entstandenen Schaden trägt. Ein kleiner Schlenker zu weit nach rechts oder eine winzige Unachtsamkeit kann dazu führen, dass der dadurch verursachte Schaden schnell den finanziellen Ruin bedeutet oder die Existenz gefährdet. Eine private Haftpflichtversicherung kostet dagegen nur ein paar Euro im Jahr und schützt den Versicherungsnehmer vor Ansprüchen anderer Verkehrsteilnehmer. Die private Haftpflichtversicherung schützt im Übrigen nicht nur Radfahrer sondern auch Autofahrer – es lohnt sich also. Mit einer zusätzlichen privaten Unfallversicherung sind körperliche Folgeschäden die zum Beispiel durch einen Fahrradunfall in der Freizeit entstanden sind, abgesichert. Die gesetzliche Unfallversicherung dagegen übernimmt derartige Schäden nur dann, wenn sich der Unfall auf dem Weg zur Arbeitsstätte oder von der Arbeit nach Hause ereignet hat.

Führerscheinverlust und Bußgelder für Fahrrad „Rowdys“

Ein weiteres großes Thema sind auch die verschiedenen Strafen für Fahrradfahrer, die die jegliche Schilder, Zebrastreifen oder Ampeln ignorieren und der Meinung sind, dass ihnen die Straße gehört. Für Fahrrad Rowdys kann dieses ignorante und egoistische Verhalten schnell teuer werden. Für Autofahrer gelten diese Regelungen auch, jedoch fallen die Punkte in Flensburg und die Bußgelder hier weitaus höher aus.

Hier ein Auszug aus dem Bußgeldkatalog für Fahrradfahrer:

Begangener Verstoß
Bußgeld / Verwarngeld

Freihändig fahren

5 Euro

Mitnahme von Kindern ohne ausreichende Sicherung durch einen Kindersitz oder transportieren auf dem Gepäckträger

5 Euro

Radfahren bei Dunkelheit ohne Reflektoren oder Beleuchtung

15 Euro

Radfahren mit defekter Bremse oder ohne Klingel

15 Euro

Nichtbenutzung des Fahrradweges

15 Euro

Nebeneinander Fahrrad fahren plus Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer

15 Euro

Telefonieren während man Fahrrad fährt

25 Euro

Überfahren einer roten Ampel plus die Gefährdung anderer (Fußgänger, Autofahrer)

160 Euro

Nicht zu vergessen sind bei der Auflistung auch die Verstöße bei Trunkenheit am Lenker. Wer mit 1,6 Promille Alkohol im Blut aufs Rad steigt, begeht eine Straftat und muss sich gegebenenfalls vor Gericht verantworten. Des Weiteren muss man in einem solchen Falle damit rechnen, dass die Straßenverkehrsbehörde eine medizinisch-psychologische Untersuchung von dem Fahrradfahrer anordnet. Je nach Ergebnis der Untersuchung, führt dies sogar zum Führerschein Verlust. Bei allen Bußgeldern ab einer Höhe von 40 €, gibt es für den Fahrradfahrer einen Punkt in Flensburg. Klar sollte sein, dass die Versicherung nicht für Schadensersatzforderungen Dritter aufkommt, wenn der Unfallverursacher vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hat – wie es bei Alkohol der Fall wäre.

 

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