Hundeversicherung

von Georg Hartmann+

Die wichtigste Hundeversicherung ist die Haftpflichtversicherung für den Hund, daneben gibt es auch eine Krankenversicherung mit umfangreichen Leistungen. Die Hundeversicherung (als Haftpflicht) leistet Schadenersatz in Fällen, in denen das Tier einen Personen-, Sach- oder Vermögensschaden anrichtet. Der Halter ist dafür in vollem Umfang haftbar.

Versicherte Schäden durch die Hundeversicherung

Bei Sachschäden kommt die Hundeversicherung für Reparaturkosten oder Ersatz in Geld für Totalverlust von Sachen auf, die der Hund beschädigt hat. Der Tierhalter muss den Schaden vollständig ersetzen oder gleichwertigen Ersatz beschaffen. Bei einem Personenschaden können Schmerzensgeld, Behandlungs-, Krankenhaus und Pflegekosten geltend gemacht werden, bei Todesfällen eine Todesfallentschädigung und bei Invalidität eine lebenslange Rente. Auch Einkommensverluste müssen ausgeglichen werden. Dafür steht die Hundeversicherung ein. Der Schaden wird bis zur Höhe der vertraglich geregelten Deckungssumme reguliert. Diese Deckungssummen werden in der Regel ab 3 Millionen Euro angesetzt, es gibt auch für unwesentlich höhere Tarife Deckungssummen von 5 bis 10 Millionen Euro. Die Hundeversicherung reguliert berechtigte Schadensersatzansprüche und wehrt unberechtigte auf eigene Kosten ab, wobei sie die Funktion einer passiven Rechtsschutzversicherung übernimmt. Versichert ist stets der Hund und nicht der Halter. Das hat zur Konsequenz, dass der Versicherungsschutz einerseits auch gültig ist, wenn eine andere Person mit dem Hund unterwegs ist, andererseits die Versicherung nicht auf ein anderes Tier übertragbar ist. Für sogenannte Listenhunde (Kampfhunde) legen die Versicherer spezielle Tarife und gegebenenfalls auch Vertragsbedingungen fest, die Tendenz geht hier dazu, dass lediglich gesetzliche Vorschriften eingehalten werden müssen, die allerdings in bestimmten Situationen Maulkorb- und Leinenzwang vorsehen können. Manche Versicherer lehnen die Hundeversicherung für bestimmte Listenhunde ab und führen das in ihren Versicherungsbedingungen und auch schon in der Werbung auf.

Wenn ein Hund stirbt oder verkauft wird, tritt ein Sonderkündigungsrecht für die Hundeversicherung in Kraft. Der Tod wird durch tierärztliche Bescheinigung, der Verkauf durch einen Verkaufsvertrag belegt. Das Versicherungsunternehmen erstattet anteilig Prämien zurück, so, wie dies auch beispielsweise beim Verkauf eines Kraftfahrzeuges geregelt ist.

Tarifbestimmung für eine Hundeversicherung

Der Tarif richtet sich nach der Zahl der Hunde (bei mehreren Tieren gibt es oft Rabatt), dem Alter des Tierhalters (ab einem bestimmten Lebensalter zwischen 40 – 60 gibt es meist Rabatt), der Beschäftigung im öffentlichen oder nicht öffentlichen Dienst, dem Alter des Hundes sowie den Deckungssummen für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Oft wird eine pauschale Deckungssumme vereinbart, es ist aber in einzelnen Tarifen auch möglich, zwischen den Schadensarten zu differenzieren. Des Weiteren unterscheiden sich die Tarife zwischen rein privat geführten und gewerblich genutzten Hunden. Es gibt bei einzelnen Gesellschaften verschiedene Ein- und Ausschlüsse für die Hundeversicherung. Die Teilnahme an Hundeschulen und Wettkämpfen kann mitversichert werden, die Nutzung als nichtgewerblicher Therapie- und Rettungshund (der Blindenhund) sowie das Hüten durch fremde Personen. Dieses schließen so gut wie alle Versicherer mit ein und werben regelmäßig damit, einige Gesellschaften schließen jedoch den Versicherungsschutz aus, wenn der fremde Hüter vom Hund gebissen wird, andere Gesellschaften schließen genau diesen Schutz in die Hundeversicherung mit ein, was als sehr positiv zu bewerten ist. Das Führen ohne Leine ist ebenso standardmäßig mitversichert, bei Kampfhunden sind die gesetzlichen Vorschriften zu beachten. Der Versicherungsschutz im Ausland ist recht unterschiedlich geregelt, einige Gesellschaften bieten diesen weltweit für ein Jahr an, andere weltweit für 2 Jahre und in der EU für 5 Jahre. Die Laufzeit der Verträge für die Hundeversicherung beträgt oft ein Jahr, in Einzelfällen auch bis zu 5 Jahre.

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