Haftpflichtversicherung Vergleich

von Georg Hartmann+

Ein Haftpflichtversicherung Vergleich findet eine günstige, aber nicht unbedingt die „billigste“ Haftpflichtversicherung. Unter den verschiedenen Arten der Haftpflichtversicherung im privaten, beruflichen, betrieblichen oder Kfz-Bereich benötigt jeder Mensch mehrere Haftpflichtversicherungen, aber nicht jeder dieselben. Denn die Versicherung soll optimalen Schutz zu einem günstigen Preis bieten, und das kann nicht immer der preiswerteste Schutz sein.

 

Kriterien für den Haftpflichtversicherungs-Vergleich

Versicherungsnehmer sollten vor dem „Tarifdschungel“ nicht zurückschrecken, sondern den Haftpflichtversicherung Vergleich als Chance nutzen, einen maßgeschneiderten Versicherungsschutz zu finden. Einfach muss das nicht immer sein, denn zum Teil überlagern sich sogar verschiedene Haftpflichtversicherungen.

Zielgerichtet Haftpflichtversicherung suchen

Wer etwa privat Haftpflicht versichert ist und nun ein (kleineres) Bauvorhaben startet, ist möglicherweise schon ausreichend versichert und benötigt nicht unbedingt die Bauherrenhaftpflichtversicherung. Da heißt es also, vor dem Haftpflichtversicherung Vergleich vorhandene Policen prüfen und nach Optimierungschancen suchen.

Ausgewogenens Verhältnis zwischen Kosten und LeistungenNoch komplexer stellt sich der Haftpflichtversicherung Vergleich für Unternehmer dar, sie benötigen eine Betriebs- und Berufshaftpflicht und müssen sich informieren, welche Police welche Risiken genau abgedeckt. Nicht umsonst schätzt man nach wie vor den Beratungsbedarf auf diesem Sektor als sehr hoch ein.

Die Kriterien für einen Haftpflichtversicherung Vergleich ergeben sich eindeutig aus dem Bedarf des Versicherungsnehmers, er muss seine Risiken kennen und bei den dargebotenen Tarifen zuerst auf Leistungsmerkmale und Deckungssummen schauen. Erst wenn es mehrere Tarife mit vergleichbarer Leistung gibt, wird auf den Preis der Police geschaut.

Das ist vor dem Haftpflichtversicherung-Vergleich zu beachten

  • Einge Lebenssituation analysieren
  • Persönlichen Bedarf ermitteln
  • Eventuell bestehende Vorschäden identifizieren
 

Was kann der Haftpflicht-Vergleich leisten?

Zunächst sind gute Vergleichsportale sehr umfangreich, das ist ihre Stärke, und sie listen die Tarife nach ihrer Qualität geordnet auf. Oben finden sich gewöhnlich die Testsieger von Focus Money, Stiftung Warentest oder Finanztest, das sind anerkannte Tester. Darunter sind wie erwähnt nicht immer die preiswertesten Tarife, und das hat seinen Grund. Wenn man den Testern vertraut, haben diese in ihrem Haftpflichtversicherung Vergleich einzelne entscheidende Tarifmerkmale genauestens unter die Lupe genommen, für die es sich lohnt, ein wenig mehr auszugeben. Solche Merkmale finden sich bei jeder Haftpflichtversicherung. Bei der Kfz-Haftpflichtversicherung könnte es ein preiswerter Rabattretter sein, bei einer Hundehaftpflichtversicherung der Schutz vor dem Verbeißen eines Fremdhüters und bei der Privathaftpflicht der Einschluss von Gefälligkeitsschäden. Zwar schaut jeder Kunde bei einem Haftpflichtversicherung Vergleich zuerst auf die Preise, das ist normal, aber der zweite Blick sollte sich unmittelbar auf alle angebotenen Leistungen einzelner Versicherer richten. Ein Haftpflichtversicherung Vergleich, wenn er gut ist, sortiert die Leistungsmerkmale nach ihrer Wertigkeit und stellt sehr übersichtlich dar, bei welchen Leistungskriterien die Testsieger besonders punkten.

 

Haftpflichtversicherungs-Vergleich für welche Bereiche?

Grundsätzlich führt man den Haftpflichtversicherung Vergleich bei jeder Haftpflichtversicherung durch, bei manchen ist es einfacher, bei anderen sehr komplex. Fest steht aber, dass jeder Mensch wenigstens einen Vergleich für eine Privathaftpflicht durchführen sollte und zusätzlich schauen sollte, in welchen Bereichen man eine spezielle Haftpflicht abschließen muss.

Spezielle Haftpflichtversicherungen

Hausbesitzer brauchen eine Haftpflichtversicherung, deren Umfang in den Leistungsmerkmalen relativ überschaubar ist. Bei Tieren wird es etwas komplizierter, weil es situationsgemäß manche Dinge einzuschließen gilt, andere sind im Einzelfall nicht so wichtig und können ausgeschlossen werden. Zudem spielen hier sowohl Tier als auch Tierhalter bei der Berechnung eine Rolle. Sehr komplex sind Kfz-Haftpflichtversicherungen, deren Berechnungsgrundlagen wirklich nicht einfach zu verstehen sind, und alles im beruflichen und betrieblichen Bereich. Unternehmen benötigen oftmals eine persönliche Beratung, weil jedes Unternehmen seine eigenen, höchst individuellen Bedingungen aufweist. Die private Haftpflichtversicherung ist wiederum zwar umfangreich, aber in ihrer Konstruktion doch auch für Laien verständlich. Diesen soll sie schließlich auch helfen.

Spezielle Haftpflicht-Vergleiche (Auswahl)

 

Wozu brauche ich eine Haftpflichtversicherung?

Dieses kleine Informations-Video zeigt einen der typischen Haftpflichfälle, und veranschaulicht, warum es so wichtig ist eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Auch bestehende Versicherungen können nicht optimal und der Wechsel in einen anderen Tarif sinnvoll sein. Führen Sie doch einfach mal einen unverbindlichen Vergleich durch!

 

Bedeutung, Rechtsgrundlagen und Arten der Haftpflichtversicherung

Mit einer Haftpflichtversicherung wird der Versicherungsnehmer vor Schadensersatzansprüchen infolge eigener Fahrlässigkeit oder eigenen schuldhaften, aber nicht vorsätzlichen Verhaltens geschützt. Der Versicherer gleicht die entstehenden Vermögensnachteile durch Zahlung einer Geldsumme an den Geschädigten aus, gleichzeitig wehren die Versicherungsgesellschaften unberechtigte Forderungen auf eigene Rechnung ab. Dadurch wirkt jede Haftpflichtversicherung wie eine passive Rechtsschutzversicherung.

Rechtsgrundlagen der Haftpflichtversicherung

Es gibt die verschiedensten Arten von Haftpflichtversicherungen für den privaten, beruflichen und gewerblichen Bereich, teilweise sind sie gesetzlich vorgeschrieben. So kann ein Kraftfahrzeug ohne Abschluss einer Haftpflichtversicherung nicht für den öffentlichen Raum angemeldet werden, aber auch viele Berufe benötigen eine Haftpflichtversicherung, in einigen Gewerbebereichen ist sie aus Gründen der Umwelthaftung vorgeschrieben. Grundsätzlich wird zwischen Privathaftpflichtversicherung und beruflicher oder gewerblicher Haftpflichtversicherung unterschieden.

Begründung von Schadenersatzansprüchen

Der Gesetzgeber begründet im Bürgerlichen Gesetzbuch die Haftung von Personen, die unbegrenzt ausfällt. Wenn jemand einen Schaden verursacht, dafür haftbar gemacht wird und zum Ausgleich nicht imstande ist, aber auch nicht über eine Haftpflichtversicherung verfügt, steht er mit seinem gesamten gegenwärtigen und zukünftigen Vermögen für diesen Schaden ein und vererbt die offenstehende Schadenssumme, wenn er sie bis zum Ableben nicht begleichen konnte.

Das bedeutet, dass er fortan über keine Mittel über der gesetzlichen Pfändungsfreigrenze
(1029,99 Euro pro Person und Monat) mehr verfügen kann!

Die Haftpflicht-Schadenersatzansprüche können begründet werden durch:

  • schuldhafte Verletzung von Vertragspflichten (§ 280 BGB)
  • schuldhafte Verletzung von Sorgfaltspflichten (deliktische Haftung nach § 823 BGB)
  • Gefährdungshaftung (verschiedene BGB-Paragraphen)

Zu beachten ist hierbei, dass die Privathaftpflicht viele Schäden aus Vertragsverletzungen nicht übernimmt, was schon in den AHB (Allgemeine Haftpflichtbedingungen) formuliert ist. Hier wäre auch der Haftpflichtversicherung Vergleich kaum zielführend, es gibt keinen Versicherer, dessen Police davor schützt, dass jemand seine Verpflichtungen aus einem Mietvertrag nicht einhält. Bei gewerblichen und beruflichen Haftpflichtversicherungen kann hingegen der Vergleich sehr wohl lohnen, denn hier werden die Policen auf spezielle Branchen zugeschnitten, was mehr oder weniger kundenfreundlich geschehen kann. Die Gefährdungshaftung wiederum schützt vor denjenigen Schäden, die sich aus erlaubten Handlungen wie dem Führen eines Kraftfahrzeuges ergeben. Der Schädiger muss sich also keinesfalls schuldhaft oder fahrlässig verhalten haben, damit ein Schaden entsteht. Da dieser Schaden gleichwohl sehr hoch ausfallen kann, bedarf es einer Haftpflichtversicherung. Sämtliche rechtlichen Rahmenbedingungen formuliert in Deutschland das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) in den §§ 100 bis 124.

Wichtige Punkte die für eine Haftpflichtversicherung sprechen:

  • Schadesersatzansprüche müssen immer und in vollem Umfang vom Verursacher getragen werden
  • Keine Haftpflichtversicherung zu haben kann deshalb schnell in den finanziellen Ruin führen
  • Die Ansprüche werden vererbt und können so auch nachfolgende Generationen treffen

Freiwillige und vorgeschriebene Haftpflichtversicherungen

Eine Privathaftpflichtversicherung, die pauschal vor den im Privatbereich angerichteten Schäden schützt (eingeworfene Scheibe beim Fußballspielen) wird freiwillig abgeschlossen. Die gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherungen werden in der Regel dort verlangt, wo die Gefährdungshaftung besonders hoch ausfällt, also zum Beispiel beim Führen eines Kraftfahrzeuges oder dem Benutzen einer Jagdwaffe.

Welche Haftpflichtversicherung ist mötig, und welche nicht?Auch die Halter von Listenhunden („Kampfhunden“) müssen in einigen Bundesländern eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abschließen. Eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, bei einer Eigenheimfinanzierung kann jedoch die Bank die entsprechende Police verlangen, ebenso wie die Gewässerschadenhaftpflichtversicherung, die vor den Folgen von Ölschäden bei Tanklecks schützt. Wassersporthaftpflichtversicherungen sind für Bootshalter pflichtgemäß vorgeschrieben, auch die Bauherrenhaftpflichtversicherung muss abgeschlossen werden, zumindest wenn durch den Bauherren auf eigene Rechnung Personen beschäftigt werden. Im beruflichen Bereich gibt es Pflichtversicherungen für Amtsträger, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten, Betreuer und Ärzte. Eine fehlende Umweltschadenhaftpflichtversicherung von Gewerbebetrieben, die mit gefährlichen Gütern arbeiten und diese lagern, wird in einigen Bundesländern mit Geldstrafen geahndet.

Übersicht über freiwillige und vorgeschriebene Haftpflichtversicherungen

Haftpflichtversicherung für:Pflicht?
Privater Bereichkeine Pflichtversicherung
AutohalterPflichtversicherung
HundebesitzerPflichtversicherung:

  • für Halter von Listenhunden
  • in einigen Bundesländern
Haus- und Grundbesitzerkeine Pflichtversicherung
Gewässerschaden (z.B. durch Öltanks)keine Pflichtversicherung
Wasserfahrzeug-FührerPflichtversicherung
Bauherrenbedingt, Teile sind schon durch die private Haftpflicht abgedeckt.
BerufePflichtversicherung für:

  • Amtsträger
  • Rechtsanwälte
  • Steuerberater
  • Architekten
  • Betreuer
  • Ärzte
UmweltschädenPflicht für Unternehmen, die mit Gefahrengütern arbeiten
 

Kosten und Leistungen einer Haftpflichtversicherung

Um das Preis-Leistungs-Verhältnis zwischen den Anbietern einer Haftpflichtversicherung richtig zu beurteilen, muss ein strikter Versicherungsvergleich durchgeführt werden. Am teuersten ist für Privatpersonen die Kfz-Haftpflichtversicherung, die vom Alter des Halters, der Dauer seines Führerscheinbesitzes, dem Fahrzeugtypen und der Regionalklasse sowie einigen weiteren Faktoren abhängt, weshalb Pauschalpreise schlecht genannt werden können. Am preiswertesten ist die Privathaftpflichtversicherung, hier gibt es Tarife, die einen Single schon unter 30 Euro jährlich versichern, eine Familie unter 40 Euro.

Kosten und Leistungen von Haftpflicchtversicherungen

Ausgewählte Kosten einiger Haftpflichtsicherungen

Die Privathaftpflicht wird zu den erwähnten Kosten ab rund 2,30 Euro monatlich abgeschlossen, Tierhalterhaftpflichtversicherungen sind nur geringfügig teurer. Bei der Kfz-Haftpflichtversicherung können Personen mit einer sehr niedrigen Schadenfreiheitsklasse, einem nach Typ- und Regionalklasse günstigen Kraftfahrzeug, mit wenig Laufleistung und einem in der Garage abgestellten Wagen diesen für weit unter 200 Euro jährlich versichern. Gerade bei Kfz-Haftpflichtversicherungen gibt es allerdings auch die größten Preisunterschiede, denn das gleiche Fahrzeug kann für den gleichen Halter um 200 Prozent teurer versichert werden. Die Berufshaftpflichtversicherung richtet sich unter anderem nach der Zahl der Mitarbeiter, dem Umsatz und der Art der Risiken. Auch eine Kalkulation aufgrund der Gehaltssumme ist möglich. Betriebshaftpflichtversicherungen für kleine Unternehmen sind auch schon unter 100 Euro jährlich zu haben, wobei es hierbei um geringe Risiken, kleine Umsätze und wenige Mitarbeiter geht.

Tipp: Im Haftpflichtversicherungs-Vergleich finden Sie bereits Versicherungen,
die deutlich unter 40€ pro Jahr einen ausreichenden Schutz gewähren.

Das sollte sich wirklich jeder leisten können!

Deckungssummen und Selbstbeteiligung ausgewählter Haftpflichtversicherungen

Für Personenschäden werden bei Haftpflichtversicherungen Deckungssummen im Millionenbereich vereinbart, bei den privaten Haftpflichtversicherungen – Privathaftpflicht und Kfz-Haftpflicht – um 50 Millionen Euro pauschal, wobei es beispielsweise bei der Kfz-Haftpflichtversicherung eine gesetzlich vorgeschriebene Mindestdeckung von 7,5 Millionen Euro pro Person, 1,12 Millionen für Sachschäden und 50.000 Euro für echte Vermögensschäden gibt. Die Versicherer bieten ihrerseits pauschal bei der Kfz-Haftpflichtversicherung eine Deckung von 50 oder 100 Millionen Euro an, begrenzen aber die Summe für Vermögensschäden auf 8 bis 15 Millionen Euro pro Person. Tierhalter- und Gebäudehaftpflichtversicherungen bieten Deckungssummen um 3 bis 10 Millionen Euro, wobei die Höhe der Deckung den Preis der Police nur sehr geringfügig beeinflusst. Selbstbeteiligungen bei Haftpflichtversicherungen im privaten Bereich belaufen sich regelmäßig auf rund 150 bis 300 Euro, sie können sich nicht nur finanziell, sondern auch sachlich lohnen. Wer beispielsweise einen unruhigen Hund versichert, der oft sehr kleine Schäden anrichtet (zerbissener Teppich, heruntergestoßene Vase), sollte nicht auf die Versicherung verzichten, aber die Minischäden lieber selbst bezahlen, sonst kündigt ihm irgendwann die Versicherung. Die Leistungen von Privathaftpflichtversicherungen können sehr umfänglich ausfallen, auch Forderungsausfälle sind abgesichert, der Verlust fremder Schlüssel, Kautionsforderungen bis 60.000 Euro, der Verlust geliehener und gemieteter Sachen sowie Gefälligkeitsschäden.

Empfohlene Mindestdeckungssummen bei der Privathaftpflicht

BereichWelche Höhe wird empfohlen?
Personenschädenmind. 5 Mio. €. Bei Familienpolicen 10 Mio €
Vermögensschädenmind. 5 Mio. €
Mietsachschädenmind. 1 Mio. €
Schlüsselverlustmind. 10.000 €
Haus und Grundstückmind. 50.000 €, besser 100.000 €

Gesetzlich vorgeschriebene Mindestdeckungssummen bei der KFZ-Haftpflicht

BereichWelche Höhe ist gesetzlich vorgeschrieben?
Personenschädenmind. 7,5 Mio € pro Person
Sachschädenmind. 1,12 Mio €
echte Vermögensschädenmind. 50.000 €
Tipp: Der Vergleich zeigt, dass die Deckungssummen die Kosten der Haftpflichtversicherung kaum beeinflussen.

Hier lohnt es es sich also nicht zu sparen!

 

Eintreten des Haftpflichtfalles und Ausschlüsse der Versicherung

Ein Haftpflichtfall tritt ein, wenn der Versicherungsnehmer einen Schaden durch Gefährdung, fahrlässig und grob fahrlässig verursacht (§§ 81, 103 VVG) und dabei im Sinne des StGB auch schuldhaft gehandelt haben kann, aber nicht vorsätzlich. Damit ist der grundlegende Schutz durch eine Haftpflichtversicherung beschrieben, der diverse Fälle des täglichen privaten und beruflichen Lebens absichert. Gegen die eigene Kriminalität schützt hingegen keine Haftpflichtversicherung, auch nicht gegen Trunkenheit am Steuer.

Ausschlüsse: Dann zahlt die Haftpflichtversicherung nicht!

Ausschlüsse in den allgemeinen Haftpflichtversicherungsbedingungen (AHB)

Die AHB (Allgemeine Haftpflichtversicherungsbedingungen) schließen über den Vorsatz hinaus noch einige weitere Konstellationen vom Versicherungsschutz aus, die zwar einleuchten, aber teilweise einschränkend empfunden werden. Dieser Punkt ist nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis der nächstwichtigste Fakt, weshalb sich ein Haftpflichtversicherung Vergleich lohnt. Die Versicherungsgesellschaften gehen hier nämlich durchaus differenziert vor.

Zu diesen Ausschlüssen gehören:

  • Vorsatz
  • Schäden im Zustand der Deliktsunfähigkeit (Trunkenheit am Steuer)
  • Schäden unter Familienangehörigen eines Haushaltes
  • Schäden unter Versicherungsnehmern einer Police (Inhaber und Geschäftsführer bei einer Betriebshaftpflichtversicherung)
  • Schäden an Mietsachen oder fremden, durch den Versicherungsnehmer bearbeiteten Sachen (das Fahrrad in der Reparaturwerkstatt)
  • Strahlen-, Umwelt- und Asbestschäden
  • Vermögensschäden aus spekulativer Geschäftstätigkeit

Diese Ausschlüsse formuliert der GDV Gesamtverband der Versicherungswirtschaft in seinen Musterbedingungen (Ziffer 7 AHB). Da sich Versicherungsbedingungen historisch entwickeln, sind einige der Ausschlüsse aus den Risiken vergangener Jahrzehnte und Jahrhunderte zu verstehen, beispielsweise der Ausschluss von Umweltschäden. Das erscheint nicht mehr zeitgemäß, daher werden moderne Policen entsprechend erweitert.

Erweiterung des Versicherungsschutzes

In einigen Fällen möchten sich Versicherungsnehmer gerade gegen die vom Versicherungsschutz ausgeschlossenen Risiken versichern, manchmal ist das sogar vom Gesetzgeber vorgeschrieben, nämlich bei der Umweltschadenhaftpflicht. Daher bieten Versicherer gegen Aufpreis Policen an, die die Ausschlüsse überwinden und die beschriebenen Schäden dennoch versichern. Sie finden sich auch im Haftpflicht Vergleich und können gesondert gefiltert werden. Branchenspezifische Betriebshaftpflichtversicherungen sind hierfür das eindeutigste und auch einleuchtendste Beispiel, in anderen Fällen werden wohl die Ausschlüsse bestehen bleiben. Ein vorsätzlich herbeigeführter Schaden wird niemals versicherbar sein, wahrscheinlich auch nicht ein durch geschäftliche Spekulation entstandener Schaden.

 

Ausfalldeckung und sonstige Zusatzdeckungen

Eine Haftpflichtversicherung kann um Zusatzdeckungen erweitert werden, was in den Bereichen bedeutsam ist, in denen der Haftpflichtschutz nicht gesetzlich vorgeschrieben ist und übliche, klassische Haftpflichtfälle somit nicht versichert sein müssen. Die wichtigste dieser Zusatzdeckungen dürfte die gegen den Forderungsausfall gegenüber einem Haftpflichtgegner sein. Diese und andere Zusatzdeckungen werden von den Versicherern gegen geringen Aufpreis und manchmal auch pauschal und inklusive angeboten.

Rettungsring Ausfalldeckung

Versicherung gegen den Forderungsausfall

Die Ausfalldeckung oder Forderungsausfall-Versicherung deckt die Forderungen des Versicherungsnehmers gegen einen Schadenverursacher, der selbst nicht versichert ist. Im Bereich der privaten Haftpflichtversicherung ist das sehr bedeutsam, da nur etwa ein Drittel der Deutschen über diese Police verfügt, diese Menschen dennoch Schäden verursachen, für die sie selbst in einigen Fällen aufkommen können, in anderen Fällen nicht. Der Geschädigte würde also auf seinen Forderungen sitzen bleiben, aber seine eigene Haftpflichtversicherung ersetzt ihm den Schaden, wenn er gegen den Forderungsausfall versichert ist. Hierzu muss ein rechtskräftiger, vollstreckbarer Titel gegen den Schadenverursacher vorliegen, zudem legt der Versicherer einen bestimmten Mindestbetrag für solche Forderungen fest, um sich vor der Regulierung zahlloser Bagatellschäden zu schützen. Höchstgrenzen für diese Art von Entschädigung werden ebenfalls festgelegt. In den Tarifen für eine private Haftpflichtversicherung schlägt sich die Absicherung des Forderungsausfalls finanziell nur äußerst geringfügig nieder, daher ist der Einbezug dieses Tarifmerkmals unbedingt zu empfehlen.

Weitere Zusatzdeckungen

Hierzu zählt unter anderem die Absicherung für deliktunfähige Kinder. Bis zum siebenten, im Straßenverkehr bis zum zehnten Lebensjahr gelten Kinder als deliktunfähig, weshalb sie nicht haftbar gemacht werden. Es muss auch nicht eine Aufsichtspflichtverletzung der Eltern vorliegen, denn Kinder können beispielsweise auf dem Heimweg von der Schule einen Schaden anrichten, auf dem sie von niemandem beaufsichtigt werden konnten. Der Geschädigte könnte in so einem Fall nur schlecht Ansprüche geltend machen, allerdings möchte der Schädiger selbst meist die Betroffenen entschädigen, beispielsweise Nachbarn.

Wenns nicht rund läuftEin Zusatz bei der privaten Haftpflichtversicherung, der allerdings im Tarif festgelegt sein muss, verzichtet auf die Einrede der Deliktunfähigkeit jüngerer Kinder. Die Versicherungsgesellschaft prüft dann lediglich den Schaden und reguliert ihn, als hätte ihn der Versicherungsnehmer selbst verursacht. Auch hierfür gibt es Grenzen bei den Versicherungssummen, in der Regel zwischen rund 5.000 bis 30.000 Euro. Es obliegt einem Versicherungsvergleich, ob hier – und zu welchem Preis – auch höhere Deckungssummen versichert werden sollen, denn man stelle sich einfach vor, ein kleines Kind würde durch unbedachtsames Überqueren der Straße einen schweren Verkehrsunfall verursachen. Tierhalterhaftpflichtversicherungen sehen gerade für diesen Fall Deckungssummen im Millionenbereich vor. Auch kann es den Verzicht der Einrede bei dauerhaft deliktunfähigen Kindern (etwa aufgrund einer Behinderung) geben. Diese müssen vertraglich jedoch durch eine spezielle Klausel erfasst werden, damit bleiben sie auch als volljährige Angehörige über die ursprüngliche Police mitversichert.

Auch Mietsachschäden können zusätzlich in einer Privathaftpflichtversicherung erfasst werden, sie werden in der Summe regelmäßig auf rund 100.000 bis eine Million Euro begrenzt. Die Zusatzpolice haftet aber nur für einmalige Schäden, nicht für allmählich entstandene Schäden wie Schimmel oder über einen längeren Zeitraum entstandene Wasserschäden. Glasschäden werden ebenfalls meist nicht mitversichert, hierfür gibt es eine Glasversicherung. In fremden Objekten wie Hotels kann jedoch die Privathaftpflicht Glasschäden mit einschließen.

Ein weiterer, zusätzlich in den Tarif aufzunehmender Punkt sind die sogenannten Gefälligkeitsschäden. Diese können entstehen, wenn sich Personen gegenseitig helfen, dabei jedoch ein Schaden entsteht. Umzugsschäden sind der Klassiker unter den Gefälligkeitsschäden, die in die private Haftpflichtversicherung mit aufgenommen werden können.
Schlüsselschäden, also der Verlust fremder privater oder beruflicher, auch ehrenamtlicher Schlüssel kann ebenso mit einbezogen werden wie Schäden, die eine Person bei der Ausübung eines Ehrenamtes verursacht. Das kann als Trainer einer Jugendmannschaft ebenso geschehen wie als Elternbeirat im Kindergarten, wenn zum Beispiel bei Renovierungsarbeiten mit angepackt wurde. Hohe Ämter wie der ehrenamtliche Bürgermeister sind von solchen Zusätzen der privaten Haftpflichtversicherung allerdings ausgeschlossen.

Wichtigste Punkte zu zusätzlichen Deckungen in der Haftpflichtversicherung

  • Der eigene Versicherer deckt auch diejenigen Schäden ab, die durch nicht vorhandene Haftpflichtpolice des Verursachers entstehen, wenn die Forderungsausfalldeckung im Tarif vorgesehen ist. Sonst nicht!
  • Deliktunfähige Kinder brauchen eine extra-Klausel, um über Haftpflichtversicherung der Eltern abgedeckt zu sein
  • Mietsachschäden sind meistens bereits in der Deckung der Haftpflicht vorhanden, hier sollte man seinen Bedarf sorgfältig prüfen
  • Ob man bei einem Schaden durch die freundschaftliche Tätigkeit z.B. als Umzugshelfer versichert ist, ist abhängig vom Tarif
 

Policierung einer Haftpflichtversicherung

Wenn potenzielle Versicherungsnehmer einen Haftpflichtversicherung Vergleich vornehmen, erfragt der Versicherer über das entsprechende Online-Tool bestimmte Bedingungen, nach denen sich die Kosten der Police richten. Am umfangreichsten fällt diese Abfrage für Privatpersonen bei der Kfz-Haftpflichtversicherung aus, im beruflichen Bereich ist es die Betriebshaftpflicht aufgrund der höchst unterschiedlichen Risiken und der Betriebsgröße. Prinzipiell beeinflussen sowohl die Person des Versicherungsnehmers beziehungsweise die Art des Betriebes als auch die versicherten Risiken beziehungsweise die Höhe der Deckung abzüglich einer Selbstbeteiligung die Kosten der Police. Ein Tarifvergleich in der Kfz Haftpflichtversicherung kann beispielhaft für die Art der Policierung betrachtet werden.

Kostenvariablen der Kfz Haftpflichtversicherung

Die Kfz Haftpflichtversicherung ist eine Halterversicherung, dessen Person und das Fahrzeug, für das die Versicherung abgeschlossen wird, beeinflussen den Tarif. Bei der Kfz Haftpflichtversicherung sind die Deckungssummen pauschaliert, entweder anhand der gesetzlichen Vorgaben oder durch die Versicherer auf 50 beziehungsweise 100 Millionen Euro. Eine Selbstbeteiligung verringert den Beitrag, allerdings eher unwesentlich. Wichtiger sind harte Tarifmerkmale wie die Schadenfreiheitsklasse des Fahrers, die Typ- und die Regionalklasse des Fahrzeugs. Hinzu kommen recht viele weiche Merkmale, die beim Versicherungsvergleich zwar komplett abgefragt werden, jedoch nicht in jedem Fall in die Policierung einfließen müssen. Da die Versicherer in ihrer Beitragsgestaltung frei sind, kann durch den Versicherungsnehmer beim Vergleich nicht ermittelt werden, welches seiner Tarifmerkmale den Beitrag um wie viel Prozent erhöht. Es kann lediglich geraten werden, die Angaben so genau wie möglich zu machen, damit im Leistungsfall der Versicherer nicht aufgrund mangelhafter Angaben oder gar vorsätzlicher Täuschung die Leistung verweigern kann. Bei der Kfz Haftpflichtversicherung werden mithin folgende Merkmale berücksichtigt:

  • Schadenfreiheitsklasse des Fahrers
  • Typklasse des Fahrzeugs
  • Regionalklasse des Fahrzeugs
  • Alter und Geschlecht des Versicherungsnehmers (Geschlecht nur noch bis 21.12.2012, dann gelten Unisex-Tarife)
  • Dauer des Führerscheinbesitzes
  • Alter des Fahrzeuges, Zeitwert oder Neuwert
  • Zahlungsart für das Fahrzeug
  • Abstellplatz des Fahrzeuges oder selbst genutztes Wohneigentum
  • Beruf des Versicherungsnehmers (Beschäftigte des öffentlichen Dienstes erhalten Sonderkonditionen)
  • jährliche Fahrleistung
  • Kinder im Haushalt (Familienrabatt)
  • Nutzungsart des Fahrzeuges (privat, dienstlich oder gemischt)
  • sonstige Mitnutzer und deren Alter
  • Eintragungen im Verkehrszentralregister (Punkte in Flensburg)
  • Besitz einer Bahncard
  • Mitgliedschaft in einem Automobilklub

Familien lassen daher das Fahrzeug stets auf den Fahrer mit den günstigsten Tarifmerkmalen zu, doch das muss auf Dauer nicht unbedingt günstig sein. Sollte beispielsweise die Ehefrau den Führerschein besitzen und selbst regelmäßig fahren, aber kein Auto versichern, wird sie in der Schadenfreiheitsklasse nur begrenzt abgestuft. Dasselbe betrifft Versicherungsnehmer, die länger als sieben Jahre kein Auto versichern. Auch kann die Versicherung bei einer zu großen Abweichung der Angaben die Leistung kürzen oder Vertragsstrafen verhängen.

Tarifgestaltung bei einer privaten Haftpflichtversicherung

Wenn Menschen eine private Haftpflichtversicherung abschließen, halten sich die abgefragten Tarifmerkmale in Grenzen. Es wird lediglich nach dem Alter des Versicherungsnehmers, nach Kindern und Haustieren (Hunden), den zuletzt entstandenen, regulierten Schäden einer Haftpflichtversicherung (innerhalb der letzten fünf Jahre) und einer Beschäftigung im öffentlichen Dienst gefragt. Dass so wenige Merkmale abgefragt werden, liegt auch an den geringen Risiken der Versicherer, die daher die Deckungssummen zu äußerst niedrigen Policenkosten sehr hoch bemessen. Lediglich bestimmte Extras wie die Forderungsausfalldeckung oder die Mitversicherung von Schäden kleiner Kinder verursachen einen geringfügigen Aufschlag, eine Selbstbeteiligung wiederum bewirkt einen ordentlichen Preisabschlag.

 

Singletarife in der Haftpflichtversicherung

Singles werden in einer privaten Haftpflichtversicherung günstiger versichert, auch wenn pro Haushalt im Grunde fast das gleiche Risikopotenzial wie bei einem Paar besteht. Dennoch kann eine alleinstehende Person zwangsläufig nicht so viel Schaden anrichten wie ein Paar, das aus zwei handelnden Menschen besteht. Der Singleschutz ist allerdings nicht nur halb so teuer wie etwa eine Familienversicherung, sondern kostet etwa zwei Drittel bis drei Viertel einer preiswerten Familienpolice. Schon ein Ehepaar ohne Kinder wäre daher mit der Familienversicherung günstiger versichert als mit zwei Singletarifen. Wenn dann Kinder oder Haustiere hinzukommen, wird der Versicherungsschutz um neue Tarifmerkmale aufgestockt. Es gibt daher keine regelrechten Single-Rabatte, die Policen müssen zwangsläufig preiswerter sein.

Alleinstehende mit Kindern erhalten keinen Single-Tarif

Single-Tarife gelten tatsächlich nur für völlig alleinstehende volljährige Personen, nicht für Alleinerziehende. Diese können für sich und ihre Kinder einen preiswerten Familientarif in Anspruch nehmen. Zu beachten wäre ebenfalls, dass in einem Single-Tarif ein Lebenspartner nicht mitversichert ist. Wenn ein Pärchen eine gemeinsame Haftpflichtversicherung wünscht, benötigt es eine Familienversicherung. Junge Erwachsene bleiben bis zum Ende der ersten Ausbildung bei den Eltern mit haftpflichtversichert, erst danach können sie einen Single-Tarif abschließen, falls sie noch keinen Partner und keine Kinder haben.

 

Familientarif in der privaten Haftpflichtversicherung

In einem Familientarif der privaten Haftpflichtversicherung sind alle in einem Haushalt lebenden Personen versichert, also Eltern, Kinder bis zum Ende der ersten Ausbildung und solange sie polizeilich in diesem Haushalt gemeldet sind (Studenten), deliktunfähige kleine Kinder mit entsprechendem Zusatz, auch Stief-, Adoptiv- und Pflegekinder und selbstverständlich auch andere Angehörige wie die Großeltern oder sonstige Verwandte. Selbst dauerhaft im Haushalt lebende Hausangestellte bezieht die private Haftpflichtversicherung in eine Familienversicherung mit ein.

Günstige Familienversicherung dank Haftpflichtversicherung Vergleich

Vorzug der Familienversicherung

Die Familienversicherung ist pro Versicherungsnehmer preiswerter als ein Singletarif, was auch eine Überlegung für Lebensgemeinschaften darstellt. Die Familienversicherung schützt alle Familienmitglieder auch bei Fahrlässigkeit, wenn sie Personen-, Sach- oder Vermögensschäden verursachen, wobei die Versicherer pauschale Deckungssummen um 50 Millionen Euro anbieten. Es geht zwar auch mit einer geringeren Deckung, empfohlen werden mindestens fünf, besser zehn Millionen Euro. Doch der geringere Schutz ist nicht viel preiswerter, weshalb die günstigen Policen mit der hohen Deckung, eventuell aber mit einem geringen Selbstbehalt gewählt werden können. Geringere Summen als der niedrige Millionenbereich können keinesfalls empfohlen werden und tauchen in den Tarifvorschlägen der Anbieter auch nicht auf. Natürlich fragt sich ein jeder, was ein Kind möglicherweise für einen Millionenschaden anrichten kann, doch so abwegig ist das Szenario nicht. Ein Verkehrsunfall, durch ein über die Straße laufendes Kind verursacht, kann ebenso einen Personenschaden in Millionenhöhe verursachen wie eine durch Fahrlässigkeit ausgelöste Gasexplosion. Bei sehr kleinen Kindern ist die Frage der Deliktunfähigkeit zu beachten. Bis zum siebenten und bei Verkehrsunfällen bis zum zehnten Lebensjahr können Kinder nicht haftbar gemacht werden, weshalb die Versicherer gegen einen geringen Aufpreis den Einwand der Deliktunfähigkeit fallen lassen und damit auch die Schäden abgesichert sind, die sehr kleine Kinder verursachen können.

Schutz durch eine Familienversicherung

Wie die Familienhaftpflichtversicherung schütztDie Tarifgestaltung der Anbieter ähnelt sich bei der Familienversicherung sehr, der Schutz fällt vergleichbar aus. Gebäudeschäden durch verstopfte Abwasserrohre sind ebenso in allen Tarifen enthalten wie der Schutz vor Schadensfolgen, die durch Kleintiere ausgelöst wurden. Zum Grundschutz sollten Allmählichkeitsschäden gehören, das Lagern wassergefährdender Stoffe oder das Hüten fremder Hunde. Als selbstverständlich gilt die Absicherung von Mietschäden, für die oft 100.000 Euro angeboten werden. Einige Versicherer erhöhen hierfür die Deckung auf 300.000 Euro, was in jedem Fall zu bevorzugen ist. Darüber hinaus sind individuelle Absicherungen möglich. Eigenheimbesitzer können in ihre private Haftpflichtversicherung zusätzlich Bauvorhaben an ihrem Haus und Grundstück bis zur Summe von 50.000 Euro einschließen, was ihnen eine Bauherrenhaftpflicht erspart, wenn doch noch die Garage in Angriff genommen wird. Mieter wiederum sichern sich mit der Familienversicherung gegen den Verlust fremder Schlüssel ab, die Deckungssumme kann hier gern bei 5.000 Euro liegen. Verliert nämlich ein Schlüsselkind den Schlüssel und lässt der Hausbesitzer daraufhin die gesamte Schließanlage auswechseln, wird dies schnell sehr teuer. Die Familienversicherung kann mit etwa 40 Euro jährlich sehr günstig ausfallen, enthält dann aber den Schutz für bestimmte Eventualitäten nicht. So könnten die kleinen Kinder eben nicht mit abgesichert sein, auch gibt es so preiswert meist keine Absicherung gegen einen Forderungsausfall, der eintritt, wenn der Versicherungsnehmer selbst zum Geschädigten wird und die Gegenseite nicht zahlen kann und auch nicht versichert ist. Mit der Ausfallversicherung ist der Versicherungsnehmer in einem bestimmten Summenbereich für diesen Fall geschützt, das kostet aber extra. Experten gehen davon aus, dass eine umfassende Familienversicherung um 100 Euro jährlich zu haben ist.

Vorsätzliche Schädigung und innerhalb der Familie

Gegen einen Vorsatz schützt allerdings auch die Familienversicherung nicht, ebenso nicht, wenn sich die Familienangehörigen gegenseitig schädigen. Auch Schäden an geliehenen und gemieteten Sachen sind nicht versichert. Bei Änderungen der Lebenssituation sollte dies umgehend dem Versicherer mitgeteilt werden, damit die Police angepasst werden kann. Das wäre der Fall, wenn Kinder ihre Ausbildung beendet haben und den eigenen Hausstand gründen, ebenso wenn aus Mietern plötzlich Eigenheimbesitzer werden – oder umgekehrt. Wer die Familienversicherung schon vor längerer Zeit abgeschlossen hat, sollte von Zeit zu Zeit einen Haftpflichtversicherung Vergleich durchführen, denn die Versicherer ändern ihre Bedingungen und haben sie gerade in den Jahren seit 2008 zugunsten der Kunden verbessert. Auch sind viele Policen preiswerter geworden, sodass sich ein Wechsel durchaus lohnen kann. Auch können in älteren Policen bestimmte Risiken nicht erfasst sein und der Schutz somit nicht dem Standard entsprechen, den man von modernen Tarifen erwartet. Natürlich erhalten Kunden bei langfristigen Verträgen Rabatt, was einem Wechsel entgegenstehen kann. Andere Faktoren beeinflussen jedoch den Policenpreis wiederum günstig, beispielsweise die Zahlungsweise. Wer jährlich zahlt, spart ebenso deutlich wie ein Versicherungsnehmer, der sich für einen Selbstbehalt entscheidet. Bei einer Selbstbeteiligung von 150 bis 250 Euro gibt es bei einigen Gesellschaften bis zu 25 Prozent Rabatt. Sollten sich Versicherungsnehmer zum Wechsel ihrer Familienversicherung entschließen, haben sie eine vierteljährliche Kündigungsfrist zum Ende des Versicherungsjahres. Hierzu muss auf die Police geschaut werden: Das Versicherungsjahr begann unterjährig und endet keinesfalls – wie bei der Kfz-Haftpflichtversicherung – mit dem 31.12. eines Jahres. Eine Ausnahme gibt es hiervon beim Wechsel vom Single- auf den Familientarif. Sollte ein Paar zusammenziehen, können beide ihre Singleverträge meist sofort kündigen und gemeinsam eine neue Familienversicherung abschließen.

Schäden sofort dem Versicherer melden!

Im Schadensfall muss der Versicherer unverzüglich in Kenntnis gesetzt werden, womit in der Regel eine Frist von einer Woche gemeint ist. Der Versicherungsnehmer als Schadensverursacher sollte sein Verschulden keinesfalls herunterspielen, sonst stellt sein Versicherer mangelndes Verschulden fest und reguliert den Schaden gegenüber der Gegenseite nicht. Diese geht dann leer aus und wird vermutlich in einem Zivilprozess ihre Ansprüche geltend machen. Damit wäre jedoch der Schutz durch die Haftpflichtversicherung verpufft.

 

Die erste eigene Haftpflichtversicherung

Junge Erwachsene sind bis zum Ende der ersten Ausbildung bei den Eltern mitversichert, was im Falle von Studenten auch über das 30. Lebensjahr hinausreichen kann. Mit dem Ende dieser Ausbildung jedoch beziehungsweise mit der Gründung eines eigenen Hausstandes wird auch eine eigene private Haftpflichtversicherung fällig. Verschiedene Ereignisse können diesen Punkt bedingen: die Volljährigkeit ebenso wie das Ende des Studiums oder der Berufsausbildung beziehungsweise der Berufseinstieg und auch eine Heirat. Für junge Leute kommt fast immer eine preiswerte Singleversicherung infrage, die sie vor allen möglichen Wechselfällen des Lebens schützt. Dabei ist es natürlich nicht Pflicht, in der Familienversicherung zu verbleiben, nur weil die Ausbildung noch nicht beendet wurde. Wer als Student oder Azubi in eine WG zieht, kann mit einer privaten Haftpflichtversicherung spätestens mit der Volljährigkeit gut beraten sein. Denn in WGs gibt es immer wieder unangenehme Vorfälle, vor allem den Verlust von Schlüsseln und Sachen, bei denen der Verursacher entweder nicht festgestellt werden kann oder einfach vermutet wird. Auch teilen sich WG-Mitglieder viele Dinge, die dabei auch zu Schaden kommen können.

Sollten junge Erwachsene eine zweite Ausbildung aufnehmen, benötigen sie auf jeden Fall eine eigene Haftpflichtversicherung. Dieser Punkt wird oft übersehen, was sich im Schadensfall prekär auswirkt. Ein dritter Punkt darf nicht unerwähnt bleiben: Junge Leute sollten sich bei ihren Eltern erkundigen, ob diese überhaupt haftpflichtversichert sind. Das ist nämlich nicht selbstverständlich. Sollte dem nicht der Fall sein, obliegt es einem jungen Erwachsenen, seinen Versicherungsschutz selbst in die Hand zu nehmen.

 

Privathaftpflicht und Schäden im Wohnbereich

Gebäudebesitzer schließen eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung ab, um gegen die Schäden versichert zu sein, die fremden Personen in ihren Gebäuden und auf ihrem Grundstück widerfahren können. Darunter fallen auch Schäden von Passanten durch nicht beräumte Wege. Diese Haftpflichtversicherung ist aber nur für Immobilienbesitzer interessant, die ihr Wohneigentum nicht selbst bewohnen. Eigenheimbesitzer, die im Objekt wohnen, sind auf vielfältige Weise durch die Privathaftpflichtversicherung geschützt.

Privathaftpflicht im Eigenheim

Wer in seinem eigenen Haus wohnt, ist über die Privathaftpflicht vor den Schäden geschützt, die anderen Personen in seinem Haus und auf seinem Grundstück entstehen. Dieser Schutz fällt in den meisten Fällen ebenso aus wie bei Mietern. Wenn sich beispielsweise ein Gast in der Wohnung verletzt, wenn es einen Grillunfall mit Sach- oder Personenschaden auf dem eigenen Grundstück gibt oder wenn vor der eigenen Haustür ein Passant stürzt, greift die Privathaftpflicht. Deren Schutz erstreckt sich auch auf Haftpflichtschäden, die bei Baumaßnahmen bis zu einer Größenordnung von 50.000 Euro entstehen können. Das sind typische Ausbauvorhaben etwa des Dachstuhls, der Bau einer Garage, das Aufsetzen einer Solaranlage oder eine Maßnahme zur Wärmedämmung.

Privathaftpflicht für Mieter

Mieter sind in ihrem Wohnbereich vor ähnlichen und teilweise doch anderen Gefahren als Hausbesitzer geschützt. Der wichtigste Unterschied dürfte der Schutz vor einem Schlüsselverlust sein. Hier müsste der Hausbesitzer die Schließanlage auswechseln, was so teuer ist, dass die private Haftpflichtversicherung gegen diesen Schadensfall mit meist 5.000 Euro schützt. Auch Allmählichkeitsschäden muss ein Mieter versichern, denn wenn sich in seiner Wohnung Schimmel bildet, weil er selbst nicht gelüftet hat, wird er haftbar gemacht. Das droht auch bei verstopften Abflussrohren oder nicht geräumten Gehwegen, für die der Mieter laut Hausordnung verantwortlich war.

 

Tätigkeitsabsicherung durch die Privathaftpflichtversicherung

Wer eine private Haftpflichtversicherung abschließt, ist automatisch bei verschiedenen Tätigkeiten versichert, die bestimmte Risiken beinhalten. Das betrifft den Bereich der Tagesmuttertätigkeit, entgeltliche Hilfen, unentgeltliche Gefälligkeiten, Praktika und ehrenamtliche Tätigkeiten.

Schutz bei entgeltlichen Tätigkeiten

Die private Haftpflichtversicherung wird den Schutz bei entgeltlichen Tätigkeiten als Tagesmutter, Wochenendjobber auf dem Nachbargrundstück oder gelegentlicher Kurierfahrer in ihren Versicherungsbedingungen definieren. Hier unterscheiden sich die Anbieter in ihren Tarifen zum Teil erheblich, sie entwerfen für einzelne Policen bestimmte Rahmenbedingungen. So kann der Schutz als Tagesmutter nur bis zu einer täglichen Dauer von drei oder einer wöchentlichen Dauer von 15 Stunden über die Privathaftpflichtversicherung abgesichert sein. Wer länger jobbt, müsste sich entweder eine private Haftpflichtversicherung suchen, die großzügiger mit dem Faktum umgeht, oder die Tätigkeit über eine Berufshaftpflichtversicherung absichern. Hier hilft nur ein genauer Haftpflichtversicherung Vergleich.

Absicherung von unentgeltlichen Tätigkeiten

Es ist Usus, unentgeltliche Tätigkeiten wie Praktika, Ehrenämter (bis auf Ämter in höheren Diensten wie Bürgermeister) und auch die unentgeltliche Gefälligkeit für einen Freund oder Familienangehörigen beim Umzug über die private Haftpflichtversicherung abzudecken. Doch auch hier muss genau hingeschaut werden, was die Police in Wahrheit enthält. Denn ehrenamtliche Tätigkeiten schützen manche Versicherer ausschließlich, wenn es sich um ein soziales Engagement handelt, nicht aber um die Trainertätigkeit bei der Jugendfußballmannschaft. Einige Standards haben sich dennoch etabliert. So ist in wohl jeder privaten Haftpflichtversicherung das Hüten fremder Hunde (oder allgemein fremder Tiere) mit abgesichert.

 

Schlüsselverlust und Haftpflichtversicherung

Die private Haftpflichtversicherung zahlt, wenn Mieter den Schlüssel ihrer Wohnung verlieren und der Vermieter deshalb die Schließanlage auswechseln muss. Auch wer fremde Schlüssel verliert, meist die der Arbeitsstelle, kann durch die private Haftpflicht geschützt werden. Der Fall muss allerdings in den Versicherungsbedingungen der eigenen Police enthalten sein.

Der Verlust der eigenen Schlüssel

Zu den Standards einer privaten Haftpflichtversicherung gehört es, den Schlüsselverlust von fremden Schlüsseln zu bezahlen. Hierbei muss zwischen den fremden Schlüsseln zur eigenen Wohnung und denen zu einem anderen Ort, also meist dem Arbeitsplatz, unterschieden werden. In der Regel muss in so einer Situation der Schlüsseldienst gerufen werden, der sich seine Dienste ziemlich teuer bezahlen lässt. Das ist aber nur der eine, wesentlich preiswertere Teil des Schadens, bei dem es auch nur dann bleibt, wenn der Schlüssel lediglich in der Wohnung oder woanders vergessen wurde. Sollte er tatsächlich verloren gegangen sein, bleibt dem Vermieter oder Arbeitgeber nichts anderes übrig, als die Schließanlage auszuwechseln. Und das wird richtig teuer. Daher sichert eine gute Haftpflichtpolice diesen Fall mit meist 5.000 Euro ab. Auch Notmaßnahmen wie die Sicherung eines Objektes und selbst Schäden, die durch Schlüsselverlust und anschließenden Einbruch in die Wohnung entstanden sind, können abgedeckt sein. Beim Haftpflichtversicherung Vergleich muss dennoch darauf geachtet werden, ob sich ein entsprechender Passus in den Versicherungsbedingungen findet. Wer wirklich einen so umfassenden Schutz möchte, benötigt eine umfassendere Police mit einer Deckungssumme bis 20.000 Euro nur für diesen Fall. Ob die Versicherung zahlt, kann auch davon abhängig sein, ob nur der Mieter geschädigt ist, der sein eigenes Schloss auswechseln darf, oder doch die Eingangstür des Hauses betroffen ist, mithin sämtliche Mieter geschädigt wären. Sollte es sich beim Objekt um das eigene Haus handeln, ist der Verlust in der Privathaftpflicht in der Regel nicht abgedeckt. Für diesen Fall bieten aber viele Versicherer einen Wohnungsschutzbrief an, der in Kombination mit der Hausratversicherung abgeschlossen wird.

Verlust fremder Schlüssel

Sollte ein Schlüssel zur Eingangstür eines Mehrfamilienhauses verloren gehen, kann der Vermieter den Austausch aller Schlösser verlangen. Diebe könnten mit dem aufgefundenen Schlüssel der Eingangstür eine Verbindung zum Objekt herstellen, in dieses eindringen und damit die Sicherheit aller Mieter gefährden. Ob der Vermieter seine Forderung nach dem Komplettaustausch durchsetzen kann, hängt vom Einzelfall ab. Denn ein in London oder Rom verlorener Schlüssel gefährdet schwerlich ein Haus in Hamburg. Waren hingegen Papiere dabei, besteht eine reale Gefahr. Eine gute Haftpflichtpolice deckt genau diesen Fall ab.

 

Forderungsabwehr durch eine Haftpflichtversicherung

Jede Haftpflichtversicherung übernimmt eine Forderungsabwehr auf eigene Rechnung, wenn Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Schadensansprüche bestehen. Damit wirkt die Haftpflichtversicherung wie eine passive Rechtsschutzversicherung, ersetzt diese jedoch nicht vollständig. Denn die Forderungsabwehr bezieht sich nur auf definierte Haftpflichtschäden, die in den Versicherungsbedingungen der Haftpflichtpolice aufgeführt sind.

Die Forderungsabwehr greift übrigens auch, wenn der Schaden im Rahmen eines Selbstbehalts des Versicherungsnehmers liegt. Vielfach setzen sich die Experten der Versicherungen beider Parteien – des Schädigers und des Geschädigten – in Verbindung und klären den Sachverhalt auf juristischem Weg per Mediation. Das ist der preiswerteste und unaufwendigste, emotional am wenigsten belastete und daher meist gerechteste Weg, um die Ansprüche hinreichend zu klären.

 

Auslandsschutz durch die private Haftpflichtversicherung

Eine private Haftpflichtversicherung schützt den Versicherungsnehmer auch im Ausland, in der Regel wird ein weltweiter Geltungsbereich vereinbart. Beim Haftpflichtversicherung Vergleich müssen dennoch die Bedingungen der Anbieter diesbezüglich genau studiert werden, denn es gibt Unterschiede vor allem hinsichtlich der Dauer des Auslandsschutzes.

Auch im Ausland Haftpflicht versichert?

Innerhalb von Europa gilt dieser meist zeitlich unbegrenzt, außerhalb der EU ist er bei vielen Versicherern auf ein Jahr begrenzt. Auch welche Leistungen im Ausland übernommen werden, ist recht entscheidend. Ein wichtiger Punkt ist die Übernahme von Kautionen im Falle einer Inhaftierung, die eine private Haftpflichtversicherung auch im Ausland übernehmen sollte. Üblich sind mindestens 60.000 Euro, die in vielen Staaten auch bitter nötig sind, damit der Versicherungsnehmer nicht zur Klärung eines Sachverhaltes auf längere Zeit in einem türkischen Gefängnis landet.

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